Medizinisches Institut für Leistungsdiagnostik im Sport

Beratung

Die Rolle der medizinischen Leistungsdiagnostik im Sport

Lieber Sportler, lieber Trainer!

Freude an körperlicher Bewegung und Spaß an der sportlichen Leistung und Erfolg sind Motivation, Sport zu treiben. Unabhängig von der gewählten Sportart gilt es, persönliche sportliche Ziele zu setzen und diese mit Konsequenz zu verfolgen.

Je nach dem gesetzten Ziel, ob Rehabiltations-, Gesundheits-, Fitness- oder Hochleistungssport ist ein spezielles Training erforderlich.

Gute Betreuer und Trainer kennen die Erfordernisse der gewählten Sportart und führen den motivierten Sportler zum gewünschten Erfolg. Entscheidend für die Verbesserung der Kondition zum Erreichen der sportlichen Leistung ist die Abstimmung aller mittel- und kurzfristigen Maßnahmen des Trainingsprozesses durch den Trainer (Trainingssteuerung).

Ein elementarer Bestandteil der sportlichen Leistung ist die konditionelle Fähigkeit "Ausdauer". Sie ist die Fähigkeit, physisch und psychisch lange einer Belastung zu widerstehen, und sich nach der Belastung rasch zu regenerieren. Sie ist kaum trennbar verknüpft mit den Elementen Kraft und Schnelligkeit, Gelenkigkeit und Koordination, die letztlich die leistungsbestimmenden physischen Faktoren der körperlichen Leistungsfähigkeit darstellen.

Medizinische Leistungsdiagnostik bedeutet eine ärztliche Gesundheitskontrolle des Sportlers und liefert die Diagnose des momentanen Leistungs- und Trainingszustandes.

Beides stellt heutzutage die Basis des gesunden Sporttreibens dar und ermöglicht eine optimierte Trainingssteuerung zum Erreichen der gesetzten Ziele.

Die im Hochleistungssport unverzichtbare sportartspezifische Testung muß durch sogenannte sportartspezifischen Labortests (Laufen oder Radfahren) und Feldtests (Schwimmen, Leichtathletik, Ballsportarten) möglich sein.

Die Trainingssteuerung erfolgt auf der Grundlage der sportmedizinischen und sportwissenschaftlichen Erfahrungen. Zu empfehlen sind Trainingsmethoden auf der Grundlage "harter" wissenschaftlicher Erkenntnisse, empirischer Daten und biologischer bzw. physiologischer Überlegungen.

Aus den erhobenen leistungsphysiologischen Daten des Sportlers können Trainingsmethoden mit individuellen Leistungsvorgaben entwickelt werden. Hierin sind Trainingsinhalte und Belastungsweisen festgelegt. Sie lassen sich den Trainingsbereichen (Kompensationsbereich, Grundlagenbereich I und II und wettkampfspezifischer Bereiche) zuordnen. Der Trainer kann abhängig von der Trainingsstufe (Rehabilitations- Grundlagen- (Anfänger), Aufbau- (Fortgeschrittenen) oder Hochleistungstraining (Könner) und der Trainingsperiode (Vorbereitungsperiode, Wettkampfsperiode, Übergangsperiode) die Methoden auswählen und sie zu einer Trainingseinheit zusammenfügen. Hierdurch wird ein Gruppentraining ohne Verlust des äußeren Organisationsrahmen individualisiert. Der erfahrene Einzeltrainierende kann selbst sein Training steuern. Über- oder Unterbelastungen sowie gesundheitliche Schäden, die das Trainingsziel und den Sportler gefährden können vermieden werden. Der gesunde Sportler trainiert leistungsorientiert und erfolgreich.

Sportmedizinisches Untersuchungszentrum des Landessportbundes Rheinland-Pfalz